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Abwerbung von Mitarbeitern – Do’s & Don’ts

Ralf Mathiesen Blog

Viele Arbeitgeber verzweifeln am Arbeitsmarkt, wenn sich einfach keine geeigneten Bewerber finden. Wenn die geeigneten Mitarbeiter* nicht auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind, da sie einen Job haben – was tun? Das Abwerben von Mitbewerbern ist da ein (oft letztes) Mittel der Wahl. Was gibt es dabei zu beachten?

Was Du nicht willst, was man Dir tu……

Grundsätzlich ist die Abwerbung erlaubt, da ein freier Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt gilt. Es gibt natürlich auch sogenannte “No-Gos”, wie z.B.
die Abwerbung mehrerer Mitarbeiter eines Konkurrenten zur gleichen Zeit, um diesen zu schädigen.
den Versuch, den potentiellen Mitarbeiter zu überreden, ohne Beachtung seiner Kündigungsfrist bei Ihnen anzufangen.
Auch längere Telefonate mit Mitarbeitern in der Firma sind kritisch, da deren Arbeitgeber dies untersagen kann – es ist ja von ihm bezahlte Arbeitszeit.

Wenn Sie also Dinge vorhaben, die Sie selbst empören würden, wenn ein Mitbewerber das bei Ihnen machen würde, sprechen Sie bitte vorher mit einem Rechtsanwalt.

In diesem Blog möchte ich die gängigen Wege zur Mitarbeiterabwerbung ausführen.

1. Welches Unternehmen kommt in Frage?

Starten Sie mit einer Stoffsammlung, wo Sie diesen Bewerber finden könnten: bei welchen Mitbewerbern, innerhalb welches Branchenfokus, wen kennen Sie schon persönlich, der zu Ihnen passen könnte?

Treffen Sie dann die Entscheidung, ob Sie das selbst oder durch einen Profi („Personalberater“, „Headhunter“) machen lassen wollen. Wenn Sie keine Eile und die notwendige zeitliche Kapazität für die Suche haben, dann empfehle ich die folgenden Wege. Die funktionieren und haben sich bewährt:

2. Mitarbeiterempfehlungen

Wie Ihre Mitarbeiter Sie bei der Suche nach neuen Kollegen gezielt unterstützen können, habe ich in diesem Blog im Dezember 2014 beschrieben. Sie finden den Beitrag „Mitarbeiter werben Mitarbeiter – warum nicht?“ hier.

3. Suche über Xing und LinkedIn

Xing (sowie andere Netzwerke wie LinkedIn und weitere branchen- bzw. tätigkeitsbezogene Netzwerke): Bei Xing sollten Sie die Funktion „Erweiterte Suche“ nutzen: dort können Sie Suchbegriffe zu Position, Branche, Ort, Tätigkeitsfeld etc., eingeben. Im Ergebnis bekommen Sie eine Fülle in diesem Netzwerk registrierter Personen, die Sie dann einzeln durchgehen und bei Interesse kontaktieren können. Vernetzen Sie sich und lernen sich kennen. Weiterhin gibt es in diesen Netzwerken viele fach- bzw. interessenbezogene Gruppen, denen Sie beitreten können und in denen man in passende Kontakte kennenlernen kann.

4. Personalsuchmaschinen

Komfortabel sind spezielle Suchmaschinen wie www.Talentwunder.com , die für Sie gegen Gebühr aus vielen Netzwerken (auch Xing) die passenden Kontakte filtern.

5. Lebenslaufdatenbanken

Sie können auch gegen Gebühr Lebenslaufdatenbanken wie z.B. www.Karrieresprung.de nutzen. Vorteil ist natürlich, wer sich hier registriert, will einen Arbeitgeberwechsel.

6. Der Klassiker: Messebesuche & Absolventenkongresse

Seien Sie auf den Messen und Kongressen präsent, wo sich Ihre potentiellen Mitarbeiter finden lassen: so manches Gespräch an Ihrem Messestand oder dem der Mitbewerber bringt interessante persönliche Kontakte und führt zu Neueinstellungen.

In einem meiner nächsten Blogs erläutere ich Ihnen, wie Sie den richtigen Personalberater finden, wenn Sie diese Suche nicht selbst durchführen wollen.

*Es ist immer sowohl die männliche und weibliche Form gemeint und auch die angestellten Führungskräfte gelten als Mitarbeiter.

Autor: Ralf Mathiesen

Als TAB Moderator / Coach ist Ralf Mathiesen durch seine langjährige Erfahrung im Bereich Personalmanagement für die Mitglieder seiner TAB-Unternehmerboards in Berlin-City ein geschätzter Gesprächspartner – und das nicht nur in Personalfragen.