Sehen und gesehen werden: 6 Erfolgsrezepte für Ihren nächsten Messeauftritt

TAB The Alternative Board Blog

Die Messe hat ausgedient? Von wegen. Klug und rechtzeitig geplant, lässt sich mit einem Messeauftritt richtig punkten. Denn Messen sind mehr als bloße Imagepflege oder pralle Goodie Bags am Feierabend. Auf dem Marktplatz der Möglichkeiten lassen sich heute wie einst neue Kunden gewinnen sowie Produkte und Marken ins Gespräch bringen. Wer diese sechs Tipps beachtet, hat die Weichen für den Messeerfolg gestellt.

Auf Messen lässt sich aus dem Vollen schöpfen: Neue Kunden gewinnen, die eigene Marke präsentieren, einen Blick auf die Konkurrenz werfen, Stammkunden treffen und bestehende Kontakte pflegen. Was für sich gesehen bereits nach einem guten Plan klingen mag, ist zunächst nicht mehr als das Aufzählen von Möglichkeiten. Alles lässt sich in wenigen Messetagen kaum realisieren. Doch wie gelingt das Wesentliche? Und woran lässt sich am Ende der Tage festmachen, dass die Messe ein unternehmerischer Erfolg war? 

1. Unternehmensziele im Fokus

Bevor man sich mit hochgekrempelten Ärmeln in die Standplanung stürzt, sollte es hierauf eine Antwort geben: Welches Ziel verfolge ich mit meinem Messeauftritt? Dieser soll schließlich das Unternehmen weiterbringen. Hier helfen der Blick auf die Unternehmensstrategie und die sachliche Frage: Wie muss der Messeauftritt ausfallen, damit er zum Erreichen strategischer Ziele beiträgt? Vorsicht sei hier vor einer Inflation der Ziele geboten. Wer sich zu viel vornimmt, verliert den Überblick und kann am Ende den Erfolg bestenfalls vage abschätzen. Kleine und mittelständische Unternehmer sollten mit höchstens zwei konkreten Zielen auf eine Messe ziehen.

2. Messbarer Messeerfolg

Viele Unternehmen wollen auf Messen neue Kunden gewinnen. Doch woran lässt sich feststellen, dass das geklappt hat? Genügt es, dass ein Team eine bestimmte Anzahl von Kontaktdaten erfassen konnte, oder zählen nur die mit potenziellen Neukunden vereinbarten Termine im Anschluss an die Messe? Klarheit und Transparenz der Ziele sind erfolgsstiftend für das Team. Ungefähres lässt sich weder feststellen noch auswerten. Daher muss ein Messeziel stets konkret, machbar, unmissverständlich und messbar formuliert sein. 

3. Ziele kommunizieren

Brillante Fachkompetenz und Kommunikationsstärke sollten Voraussetzung für die Eintrittskarte ins Messeteam sein. Das Team vor Ort sollte die Messeziele, deren Hintergründe sowie die Rollenverteilungen während der Messe klar kennen und in einer Schulung Feinschliff für den Messeauftritt erhalten. Schließlich liegt es in erster Linie in den Händen dieser Mitarbeiter am Stand, ob und wie Messeziele erreicht werden. 

4. Startposition in Zielrichtung: Online-Marketing

Ein leerer Messestand ist frustrierend und nicht zuletzt ein kostspieliger Flop. Dagegen lässt sich bereits mit überschaubarem Online-Marketing einiges unternehmen. 

  • Vor der Messe: Mit der Kraft der eigenen Website sowie der sozialen Medien lässt sich die Zielgruppe mit Angeboten und Vorteilen verlässlich zum Stand führen. Der Gratis-Test von neuen Produkten und Dienstleistungen, kostenfreie Beratungen sowie exklusive Messeangebote und Rabatte sind gute Gründe für einen Besuch am Stand. Über Social-Media-Kanäle kann mit Fragen wie: „Was interessiert Sie am meisten?“ oder „Welche Angebote erwarten Sie von uns?“ in die Zielgruppe hineingehört werden. Die Erkenntnisse daraus sind wertvoller Input auf dem Weg zum Messeerfolg.  
  • Auch während der Messe sollten kleine Videos und authentische Fotos in den Social-Media-Kanälen von gut besuchten Messeaktivitäten sowie dem sympathischen, kompetenten Team vor Ort künden. 
  • Nach der Messe sollten Kontakte rasch und persönlich angeschrieben werden. Unternehmerische Professionalität beweist, wer auf Standardschreiben verzichtet und ggf. an individuelle Messegespräche anknüpft. Wichtig: Wer sich die Kontakte seiner neu erworbenen Visitenkarten vornimmt, sollte in jedem Fall die Vorgaben der DSGVO beachten. Auf der sicheren und effizienteren Seite sind Unternehmer, die neue Messekontakte über Xing oder Linkedin mit Leben füllen. 
5. Der Messestand als Visitenkarte des Unternehmens

Wer ausstellt, will gesehen werden und die eigene Markenbotschaft inszenieren. Das bedeutet: Finger weg von Halbheiten und nein zur Beliebigkeit! Graue Einheits-Stellwände überlässt man besser der Konkurrenz, die sich zudem mit einer gelungenen Auswahl an Licht- und Soundeffekten in den Schatten stellen lässt. Bewährte Zutaten kluger Standplanung sind eine Präsentationszone, ein Informations- und Gesprächsbereich, ein Rückzugsbereich für vertrauliche Gespräche sowie ein sichtgeschütztes Backoffice mit Lager. Das alles lässt sich auf überschaubarem Raum realisieren. 

6. Nach der Messe ist vor der Messe

Die Eindrücke und Ideen des Teams sind nie wieder so frisch wie am Ende des Messeauftrittes. Wer sich nach dem Rückbau des Standes Zeit für eine gemeinsame Auswertung intensiver Tage nimmt, bringt sich bereits in die richtige Startposition für das kommende Jahr. Dokumentierte Feedbacks von Besuchern, Verbesserungsideen aus dem Team und das gemeinsame Reflektieren der Zielerreichung sind ein wertvoller Fundus für die bald schon startenden Planungen der Folgemesse. 

Messeerfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der zielorientierten Projektarbeit eines engagierten, professionellen Teams. Die Beratungsvielfalt im Messeumfeld ist enorm, jedoch handeln Betreiber oder Messebauer bekanntermaßen nicht ohne Eigennutz. Wenn sich einmal im Monat Unternehmer vieler Branchen in den regionalen TAB-Boards zum Austausch treffen, gehören Messe-Erfahrungen zu jenen ausgereiften Themen, wo langjährige Praxis und griffige Tipps zum unschlagbaren kollektiven Masterplan verschmelzen. Und so gesehen lohnt es sich einmal mehr, den eigenen Messeauftritt neu zu überdenken.

 

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