KONFLIKTMANAGEMENT: MOBBING IN MEINEM UNTERNEHMEN?

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Das Wort Mobbing kursiert durch alle Unternehmensratgeber, Broschüren für Arbeitszufriedenheit und natürlich auch durch die Köpfe der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Nicht jedes böse Wort, nicht jedes Augenrollen und jedes entnervte Seufzen ist aber gleich Mobbing. Mittlerweile neigen wir zur Übervorsicht und dazu, den Begriff viel zu schnell zu verwenden. Doch was versteht man unter „Mobbing am Arbeitsplatz“ wirklich?

Die Wirtschaftskammer Österreich definiert Mobbing folgendermaßen: „Mobbing ist ein Verhalten von Arbeitnehmer oder Arbeitgebern (Anm.: sogenanntes „Bossing“), das darauf abzielt, eine Person zu verletzen, einzuschüchtern, zu entmutigen, auszugrenzen oder aus dem Arbeitsverhältnis zu drängen.“

Um von Mobbing sprechen zu können, müssen solche Handlungen häufiger, über einen längeren Zeitraum und/oder systematisch erfolgen, sowie eine Intensität erreicht haben, die normales Arbeiten – zumindest für die gemobbte Person –nicht mehr möglich machen. Für den Arbeitgeber gut erkennbar sind klassische Symptome des Mobbings wie Nachlassen der Arbeitsleistung des gemobbten Mitarbeiters, merkbare Ausgrenzung und sichtliche Isolation des Betroffenen und die Zunahme von Krankenstandstagen.

Ungeachtet dieser von außen beobachtbaren Entwicklungen gilt für den Unternehmer folgende Faustregel: Gibt es einen konkreten Mobbing-Verdacht oder erhebt ein Mitarbeiter einen Mobbing-Vorwurf, muss der Sache nachgegangen werden. Besser einmal zu viel als einmal zu wenig!

Wie vorgehen?

Jeder Mobbingfall ist einzigartig und muss individuell angegangen werden. Prinzipiell gelten aber folgende Stufen der Problemlösung als effektiv:

  1. Als Arbeitgeber müssen Sie die Vorwürfe in jedem Fall prüfen. Dazu eignen sich Gespräche mit den Beteiligten – am besten mit jedem Einzelnen separat geführt. Ziel ist, herauszufinden, wer wann und wie gemobbt wurde.
  2. Das Gespräch mit dem gemobbten Arbeitnehmer: Auch, wenn es für beide Seiten unangenehm ist, ersuchen Sie den Betroffenen um eine Schilderung der Vorkommnisse und fragen Sie aktiv nach. Oftmals werden die mobbenden Kollegen verschwiegen. Schaffen Sie eine vertrauliche Atmosphäre und nehmen Sie sich ausreichend Zeit zuzuhören.
  3. Handelt es sich eindeutig um Mobbing, ist es an der Zeit aktiv zu werden. Je nach Ausmaß und Stärke gibt es unterschiedliche Lösungsansätze. In einem frühen Stadium können Sie versuchen, zwischen den Parteien zu vermitteln (u.U. auch mit externer Hilfe eines Mediators) und so den Konflikt gemeinschaftlich zu lösen.
  4. Weitere Eskalationsstufen sind die Abmahnung der mobbenden Mitarbeiter, die Versetzung oder als letzter Ausweg die Beendigung des Arbeitsverhältnisses der mobbenden Arbeitnehmer.

Egal, welche Lösung für den jeweiligen Einzelfall angemessen ist, müssen Sie klarstellen, dass Mobbing in Ihrem Unternehmen nicht akzeptiert wird und der konkret betroffene Mitarbeiter effektiv vor Mobbinghandlungen geschützt wird. TAB hat mittlerweile über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Konfliktmanagement. Mobbing ist eine der extremsten Formen und schwierig in der Handhabung. Unternehmern fällt es oft schwer zuzugeben, dass Mobbing in ihrem Unternehmen vorkommt.

In den vertraulichen TAB-Boardmeetings können Sie offen darüber sprechen und im Gespräch von der Erfahrung der Boardmitglieder profitieren. Der TAB-Moderator ist im Bereich Konfliktmanagement geschult und steht Ihnen zwischen den Boardmeetings als Coach zur Verfügung.