5 Tipps, wie Anreize und Bonuszahlungen das bewirken, was sie sollen

  • Würfel Bonus
Ralf Mathiesen

Es gibt ja durchaus die Auffassung, dass man sich das Ganze „den Mitarbeiter*innen eine Karotte vor die Nase halten“ sparen kann. Also im Sinne von: sorgen Sie dafür, dass Sie in Ihrem Team nur intrinsisch hochmotivierte Menschen haben. Bezahlen und behandeln Sie diese sehr gut und dann braucht es keine zusätzlichen Anreize. Das mag schon sein, dass das funktioniert und wenn Ihr Team nur aus solchen Menschen besteht, brauchen Sie den folgenden Blog eher nicht zu lesen.

Aus meiner Erfahrung gehe ich davon aus, dass die meisten Mitarbeiter*innen – bei richtig gesetzten Anreizen – durchaus eine noch bessere Leistung bringen.

Aber: geben Sie keinen Bonus dafür, nur damit Mitarbeiter*innen ihren Job machen. Ein Bonus sollte für besonderes Engagement bzw. besondere Leistung sein. Ihre Mitarbeiter*innen sind doch oft in ihrer Freizeit Höchstleister – was gilt es zu tun, dass sie es auch in der Firma sind? Vereinbaren Sie als Grundlage SMARTe Ziele.

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Hier meine 5 Tipps zum Thema Boni und Anreize

1. Beseitigen Sie alles, was Höchstleistungen verhindert

Auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, möchte ich es aus meiner Praxis heraus erwähnen: statten Sie die Mitarbeiter*innen wirklich sachgerecht aus. Es geht in den Unternehmen viel Leistung verloren durch veraltete EDV-Ausstattung, ineffiziente Prozesse, fehlendes Equipment, schlechte Büros usw. …

>>> Bitte “Hand aufs Herz“: wenn Sie beim Thema Ausstattung und Equipment deutliche Mängel haben, setzen Sie da zuerst an. Das ist Ihr erster Hebel zu Motivation und Leistungssteigerung.

2. Welcher Bonus? Fragen Sie die Mitarbeiter*innen!

Wenn man Unternehmer*innen fragt, meinen die Allermeisten, dass vor allem ein finanzieller Bonus Mitarbeiter*innen motiviert. Wenn Sie die Mitarbeiter*innen fragen, gibt es meistens ein differenzierteres Bild: vielen wäre zusätzlicher Urlaub oder die Flexibilisierung der Arbeitszeit bis hin zu Home Office oder Anderes wie die Finanzierung von Fortbildungen wichtiger als mehr Geld. (Zu weiteren und für Sie steuerfreien Möglichkeiten siehe meinen Blog vom 13. Dezember 2016).

>>> Deshalb: fragen Sie Ihre Mitarbeiter*innen zuerst und differenzieren Sie, damit der Bonus wirklich die gewünschte leistungssteigernde Wirkung erzielen kann.

3. Wählen Sie den Zeitraum richtig

Da viele Unternehmer*innen in Geschäftsjahren denken, werden viele Zielvereinbarungen für das ganze Jahr getroffen. In der Perspektive der meisten Mitarbeiter*innen ist das sehr lang, da ist dann ja noch so viel Zeit….

>>> Besser ist eine kurzfristige Perspektive von ein paar Monaten bis zu einem halben Jahr. Das können Etappenziele oder der Abschluss eines Projektes sein, das Erreichen von Quoten / Kennzahlen oder auch ein Sofortbonus für eine/n Neukund*in. Ein Sonderfall ist das Dauerziel, wie ein nachhaltig hohes und stabiles Leistungsniveau (z.B. besonders effektiv für die Möglichkeit Home Office als Bonus).

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4. Gehen Sie nicht in die Gewohnheitsfalle

Wie beim jahrelang freiwillig gezahlten Weihnachtsgeld verfestigt sich der Anspruch juristisch, wenn Sie dauerhaft das gleiche Programm durchführen. Auch lässt die Motivationswirkung nach.

>>> Vermeiden Sie diesen Effekt durch Variationen im Programm und stellen Sie immer wieder heraus, dass das eine einmalige freiwillige Leistung Ihrerseits darstellt, die nicht Teil des Arbeitsvertrages ist. Schöne Sätze im Kleingedruckten wie „dadurch wird kein Rechtsanspruch für die Zukunft begründet“ können auch hilfreich sein.

5. Einzel- oder Teambonus?

Wenn die von Ihnen gewünschte Leistung nicht einzelnen Mitarbeiter*innen, sondern nur dem Team als Ganzes zugeordnet werden kann oder wenn Sie befürchten, dass sich Individualziele negativ auf das Klima im Team auswirken, funktionieren die meisten der angesprochenen Möglichkeiten auch für ein Team.

>>> Oft ist auch eine Kombination aus Einzel- und Teamzielen der passende Weg.

Es lohnt sich wirklich, in dieses Thema Zeit und Gedanken zu investieren. Wie so oft im Unternehmerleben ist die einfache Lösung nicht immer die Erfolgversprechendste. Finden Sie für sich und für Ihre Mitarbeiter*innen die maßgeschneiderte Lösung – die Erörterung in Ihrem Unternehmerboard ist dabei eine wertvolle Unterstützung.

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