Innovationskultur im Unternehmen fördern: Tipps & Maßnahmen für mehr Innovationskraft

  • Innovationskraft
Christian Koehler Entrepreneur 500x500 1
Seine Geschäftspartner schätzen ihn als belastbaren, innovativen, detailversessenen Macher, der immer einen stimmigen Plan und außergewöhnliche Lösungen parat hat.

Innovationen sind die treibende Kraft hinter erfolgreichen Unternehmen, welche auch über Jahre hinweg nicht ihre Marktmacht verloren haben. Damit Fortschritt auch ein tatsächlich gelebter Wert im Unternehmen ist, muss zuerst eine Innovationskultur geschaffen und etabliert werden, die Kreativität fördert. Nur so können sich Innovationen entfalten, die positiven Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens haben. In diesem Blogartikel klären wir wichtige Grundlagen zum Thema Innovationskultur, zeigen Faktoren auf, die für erfolgreiche Innovationen unabdingbar sind und erläutern, wie Sie Innovationskraft durch gezielte Maßnahmen schaffen und fördern.

Was ist Innovationskultur?

Unter Innovationskultur versteht man die Einstellung aller Beschäftigten (Mitarbeiter:innen und Führungskräfte) im Unternehmen, wonach Neuerungen, Veränderungen und Weiterentwicklung ermöglicht und gefördert wird.

Warum ist Innovationskultur wichtig für KMUs?

Die Etablierung einer innovativen Unternehmenskultur führt zu einer Win-Win Situation für Mitarbeiter:innen und Unternehmen. Dadurch wird ein Raum geschaffen, in dem sie sich beispielsweise mit der Weiterentwicklung bestehender Prozesse und Ideen beschäftigen können. Wird Angestellten diese Möglichkeit gegeben, verbessern sich gleichzeitig Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität.

Das beste Beispiel hierfür ist Google. Allen Mitarbeitenden werden 20 % ihrer Arbeitszeit zur Verfügung gestellt, um sich neuen Projekten oder Konzepten zu widmen. Sogar ein kleines Budget, Räumlichkeiten und Feedback-Runden werden den Angestellten geboten.

Nun ist Google natürlich ein Großkonzern mit den entsprechenden Ressourcen. Doch auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren auf lange Sicht davon, Mitarbeiter:innen hie und da gewisse Freiräume für Innovationskraft zu geben. Solange bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sind, ergeben sich zahlreiche Vorteile für alle Parteien.

Unternehmenskultur versus Innovationskultur

Die Unternehmenskultur gestaltet Beziehungen sowie Verhaltensweisen der Arbeitnehmer:innen und beeinflusst somit auch die Präsentation nach außen. Geprägt wird sie dabei stark von Werten und Normen, die sich im täglichen Arbeitsalltag widerspiegeln und das Team zusammenführen.

Im Gegensatz dazu definiert sich die Innovationskultur als eine spezifische Ausprägung der Unternehmenskultur. Schwerpunkt hiervon ist die Entwicklung und Förderung von Innovationen in der Organisation. Neue Prozesse werden oftmals bereichsübergreifend etabliert und unterstützen somit die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Die Innovationskultur schafft zusätzliche Anreize für Mitarbeiter:innen, zum Unternehmenswachstum beizutragen.

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Drei Dimensionen der Innovationskultur

Die drei Dimensionen einer innovationsfördernden Kultur sind:

  • Können“ (Innovationsfähigkeit)
  • „Wollen“ (Innovationsbereitschaft)
  • „Dürfen“ (Innovationsmöglichkeit)

Diese nehmen auch stark Einfluss aufeinander. Zum Beispiel ist die Innovationsbereitschaft abhängig von Innovationsfähigkeit und –möglichkeit. Veränderungen der einen Dimension bewirken Wandel in den anderen Dimensionen.

Tipp: Soll die Innovationskraft gefördert werden, müssen Rahmenbedingungen für Können, Wollen und Dürfen geschaffen werden.

Können

Mitarbeiter:innen müssen bei der Entfaltung ihres kreativen Potenzials gefördert werden, um neue Ideen für das Unternehmen kreieren zu können. Notwendig dafür ist einerseits eine innovationsfördernde Führung und andererseits die Chance zur Entwicklung von Fachwissen.

Wollen

Innovatives Denken und Handeln kann nicht delegiert werden. Der bzw. die Angestellte muss von sich aus motiviert sein, die Innovationskultur auch zu leben. Engagement und Kreativität sind wesentliche Eigenschaften von Teammitgliedern, die aktiv an der Unternehmensgestaltung teilhaben wollen.

Dürfen

Um „Können“ und „Wollen“ in die Tat umzusetzen, bedarf es in erster Linie dem „Dürfen“. Arbeitnehmer:innen sollten die Möglichkeit erhalten, ihren Ideen unter gewissen Rahmenbedingungen freien Lauf lassen zu dürfen. Zusätzlich stellen Mitabeiter:innen langfristig eine Bindung zum Unternehmen her und sind zufriedener mit ihrer Arbeit.

Wie schafft man eine Innovationskultur?

An oberste Stelle steht das sogenannte „innovative Mindset“. Denn ohne die richtige Grundhaltung und gelebte Werte können Unternehmen ihre Innovationskraft nicht ausbauen. Allen Mitarbeiter:innen müssen die gleichen Chancen geboten werden, damit Sie in die Zukunft Ihres Unternehmens investieren können.

Welche Werte und Faktoren fördern Innovation?

Für eine erfolgreiche Innovationskultur müssen Unternehmer:innen selbst als gutes Beispiel vorangehen und ein innovatives Mindset vorleben. Das bedeutet unter anderem, Teammitglieder aktiv in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen sowie kreative und agile Methoden oder Prozesse einzuführen. Damit geben Sie Ihrem Team die notwendigen Werkzeuge an die Hand, um sich selbstständig einbringen zu können.

Wichtige Faktoren für die Innovationskultur sind:

  • Kundenorientierung:
    Versetzen Sie sich in Ihre Kundschaft hinein, um Ihr Angebot dahingehend zu verbessern oder zu erweitern.
  • Offenheit:
    Seien Sie stets offen für Neues und beschäftigen Sie sich regelmäßig mit Trends, damit Sie am Puls der Zeit bleiben.
  • Hands-on-Mentalität:
    Die Entwicklung von Ideen ist der erste Schritt. Die Umsetzung gestaltet sich meist schon etwas schwieriger. Achten Sie darauf, dass neue Projekte nicht nur auf dem Papier bleiben.
  • Kommunikationskultur:
    Eine offene Kommunikation ist der Schlüssel zu mehr Ideenreichtum und Innovationsfähigkeit. Konkrete Meetings schaffen Raum für produktiven Austausch.
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Maßnahmen, die Innovationskraft schaffen und fördern

Wie so oft, entscheidet das Ziel über die konkrete Vorgehensweise. Definieren Sie daher zuerst, welches Ziel die Innovationskultur verfolgt. Daraus leitet sich schlussendlich auch eine Strategie ab.

Diese Disziplin beschäftigt sich mit allen Maßnahmen, um innovatives Denken und Handeln zu unterstützen, um eine Win-Win Situation für Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in zu schaffen.

Folgende Maßnahmen können hierbei genannt werden:

1. Workshops halten

Eine Möglichkeit, Innovationen im Unternehmen zu thematisieren, sind halb- oder ganztägige Innovationsworkshops. Die Mitarbeitenden werden mit den Rahmenbedingungen vertraut gemacht und erfahren, welche Wege sich ihnen erschließen.

2. Neue Methoden einführen

Prozesse sollten im Auge behalten werden, da gewisse Methoden mit der Zeit veraltet und ineffizient werden können. Führungskräfte können innovative Methoden selbst einführen das Team mit einer frischen Perspektive auf aktuelle Abläufe blicken lassen. Neue Methoden können wiederum Innovationskraft auf verschiedenen Ebenen fördern.

3. Ideen anerkennen

Ein maßgeblicher Punkt er funktionierenden Innovationskultur ist Anerkennung. Mitarbeitende, deren Ideen gewürdigt werden, bemühen sich auch in Zukunft um das Unternehmenswachstum, während andere Teammitglieder dadurch vielleicht den nötigen Anstoß bekommen, selbst mit Ideen aufzuwarten.

4. Die Fehlerkultur

Die Entstehung von Innovationen ist mit Hindernissen verbunden. Geben Sie Ihrem Team zu verstehen, dass Fehler Teil des Prozesses sind und ermutigen Sie zu Geduld und Durchhaltevermögen.

5. Ressourcen zur Verfügung stellen

Wichtig ist, dass für Innovationen auch die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Zum Beispiel können feste Zeiträume definiert werden, die Mitarbeiter:innen Raum geben. Auch für Sie als Führungskraft sind feste Time Slots eine gute Idee, um losgelöst vom Tagesgeschäft zu brainstormen.

Fazit

Kein Unternehmen kann es sich leisten, nicht in Innovationen zu investieren. Soll Ihre Firma zukunftsfähig bleiben, muss eine Innovationskultur geschaffen werden. Damit werden einerseits Richtlinien und Rahmenbedingungen definiert und andererseits Werte etabliert, die den Alltag und Prozesse im Unternehmen bestimmen.

Bedenken Sie, dass Innovationen nicht über Nacht entstehen. Auch diese müssen aktiv von Arbeitgeber:innen gefördert werden, damit neue Ideen entstehen können. Im Idealfall bedeuten Veränderungen eine Win-Win Situation für alle Beteiligten und bringen das Unternehmen ein großes Stück weiter.

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