Krisenprävention für KMU am Beispiel Corona-Epidemie

TAB The Alternative Board Blog

Jeder Unternehmer muss darauf vorbereitet sein, dass es immer wieder zu Krisen kommen kann, die sein Geschäftsmodell existentiell gefährden. Die Corona-Epidemie ist ein aktuelles Beispiel, wie weitreichend die Folgen globaler Ereignisse für Unternehmen jeglicher Größe und unabhängig von Standort sein können. 

Der DAX bricht ein, Aufträge werden storniert

Die Folgen der Corona-Epidemie belasten die Wirtschaft im deutschsprachigen Raum schon jetzt spürbar. So funktionieren beispielsweise Lieferketten aufgrund des Stillstands in China auch für KMU längst nicht mehr reibungslos und führen zu finanziellen Engpässen, wenn z.B. dringend benötigte Waren über deutlich teurere Transportwege beschafft werden müssen oder sogar gar nicht geliefert werden können. Ganz abgesehen von Unternehmen, die vom Tourismus oder von Events leben. 

Panik entsteht durch Unsicherheit!

Um jetzt zielgerichtet handeln zu können, sollte jedes Unternehmen, so wie wir es in unseren Unternehmerboards tun, einen passenden Plan entwickeln, der bei Krisen generell einsetzbar ist. Hier sind ein paar Anhaltspunkte für Unternehmer, um sich auf die richtigen Schritte vorzubereiten. 

Aktuelle Informationen für Unternehmen zur Corona-Krise

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand, was spezielle Maßnahmen für Unternehmen angeht.  Grundlegende Informationen für Unternehmen stellen z.B. der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) oder die Seiten der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) bereit. Hier gibt es ein laufend aktualisiertes FAQ zu Punkten wie z.B.: 

  • Wo gibt es Überbrückungskredite? 
  • Wie beantragt man Kurzarbeit? Gibt es Versicherungen? 
  • Was sind die Sofortmaßnahmen? 
  • Welche Verantwortung habe ich als Unternehmer gegenüber meinen Mitarbeitern? 
Das Unternehmen für den Notfall rüsten

Die Coronakrise zeigt es – ohne Notfallplan sind viele Unternehmen aufgeschmissen.  Um eine praxistaugliche Checkliste für die Krise zu erstellen, helfen Fragen wie die folgenden weiter:   

  • Inwiefern sind Lieferketten und Abläufe in meinem Unternehmen vom Coronavirus betroffen? 
  • Benötigen wir alternative Lieferanten für Ressourcen / Materialien / Dienstleistungen?
  • Was ist das Worst-Case-Szenario für mein Unternehmen?
  • Wie wird sich mein Geschäft bei erheblichen Reisebeschränkungen verändern?
  • Wie ist mein Notfallplan für einen massiven Einbruch des Unternehmensumsatzes? 
  • Ist meine Liquiditätsplanung auf die Krise vorbereitet? Wo gibt es bei Bedarf Zugang zu weiteren finanziellen Mitteln?
  • Haben wir ausreichend Know-How im Unternehmen, wenn eine oder mehrere Schlüsselpersonen nicht arbeiten können?
  • Sind unsere Mitarbeiter, deren Arbeit auch vom Homeoffice aus erledigt werden kann, ausreichend darauf vorbereitet, längere Zeit von zu Hause aus zu arbeiten? 
  • Passen die technischen Voraussetzungen im Unternehmen, wenn mehrere Mitarbeiter vom Home-Office aus arbeiten? 
  • Welche Pläne greifen, falls eine erhebliche Anzahl unserer Mitarbeiter krankheitsbedingt nicht arbeiten kann? 
Expertise anderer Unternehmer nutzen

Gerade in diesen Situationen ist ein regelmäßiger Austausch mit anderen Unternehmern goldwert: wie meistern andere Firmenlenker diese Krise? Welche Maßnahmen helfen, um finanzielle Engpässe zu überbrücken? Haben wir in unserem Unternehmen an alles gedacht? Ist unsere Checkliste praxistauglich? 

Hier können regelmäßige Unternehmerrunden wie bei TAB  – je nach Zuspitzung der Lage analog oder im virtuellen Meeting – entscheidenden Rat geben, damit jedes Unternehmen gut gewappnet der Krise trotzen kann.

 

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